“36 Grad und es wird noch heißer…”

Wer kennt es noch, das Lied von 2Raumwohnung, welches in 2007 im Radio hoch und runter gespielt wurde? Die besagten 36 Grad sind tatsächlich in den letzten Jahren hier in Deutschland immer mal wieder erreicht worden. Und wir werden uns sicher auch in Zukunft auf solche Temperaturen einstellen müssen.

Jedes Jahr aufs Neue stöhnen dann all diejenigen, die mit solchen Temperaturen eigentlich nicht glücklich sind. Persönlich zähle ich auch dazu. Das ist mir tatsächlich zu heiß. Selbst im Urlaub – da bevorzuge ich eher den kühlen Norden. Aber es hilft ja nichts. Wir werden uns damit abfinden müssen, dass es die nächsten Jahre so weiter geht.

Was ziehe ich nur an? Die große Größe und der Hochsommer…

Starke Hitze und jetzt? Viele Übergewichtige kennen vielleicht das Problem: Was ziehe ich nur an? Auf der einen Seite soll es luftig, auf der anderen Seite aber nicht zu freizügig sein. Was darf, was nicht in der Sommermode für Mollige? Und welche Materialien sind da eigentlich am Besten?

Sommermode für Mollige – Styling-Tipps für den Hochsommer

1. Weite Kleidung

Das ist der Tipp, der immer als Erstes zu lesen ist, wenn es um Sommermode für Mollige geht. Tatsächlich sind luftige, weite Kleidungsstücke bei hohen Temperaturen sehr angenehm zu tragen. Aber einfach nur ein sackartiges Teil ohne Form zu tragen, bedeutet das auch nicht. Meine Tipps hierbei sind:
Blusen & Tuniken – luftige Oberteile mit lockerem, weitem Schnitt sind perfekt für heiße Tage. Auch für diejenigen, die nicht gerne Oberarm zeigen sind Tuniken eine schöne Alternative, da diese meist einen Halb- oder Dreiviertelarm besitzen. Ich bevorzuge dabei immer Viskose oder Baumwolle als Material. Darunter kommt entweder eine dünne Hose oder eine Leggings, ein Paar Sandalen oder Ballerina dazu – fertig ist der Sommerlook, der auch sehr gut für das Büro geeignet ist.
Kleider – egal welche Länge, an Sommerkleidern kommt keiner vorbei. Ich persönlich bin absoluter Kleider-Fan und trage gerade bei heißen Temperaturen sehr häufig Kleid. Das Schöne an diesem Kleidungsstück ist: Es gibt Kleider in allen möglichen erdenklichen Ausführungen. Kleider für große Größen sind deswegen im Sommer so praktisch, weil sie sehr bequem zu tragen sind. Welche Kleiderform für Dich geeignet ist, findest Du im Übrigen in meinem Blogbeitrag über Jerseykleider.
Schlupfhosen – reinschlupfen und fertig. Die langen Hosen, meist aus Viskose-Ware und häufig in bunten Designs zu finden, werden manchmal umgangssprachlich auch als Schlabberhose bezeichnet. Es gibt sie mit gewebtem Stoff (feste Ware) und in Jersey-Qualität, sowie in unterschiedlichen Längen. Der Vorteil dieser Hosen liegt auf der Hand: Bequem im Tragen und schön luftig durch das dünne Material. Je nach Hosendesign und Material sind sie ideal für die Freizeit, aber auch für das Büro geeignet.
Röcke – waren sie eine Zeit lang nicht mehr so populär, werden Röcke wieder immer beliebter. Auch in der Damenmode große Größen sind immer mehr Modelle zu finden. Im Sommer sehr angenehm zu tragen. Etwas längere Modelle in A-Form aus leichten Materialien oder angenehm zu tragende Jerseyröcke sind dabei meine Favoriten. Röcke in Übergrößen sind mittlerweile bei allen gängigen Große-Größen-Anbietern zu finden.

2. Auf die Hose kommt es an

Oder die Frage: Tragen wir Jeans auch bei Temperaturen über 30°Grad? Ich würde sagen, warum nicht? Ich persönlich bevorzuge an ganz heißen Sommertagen andere Hosen-Typen, aber Jeans gehen natürlich immer. Für den Sommer gerne auch in 7/8- oder Capri-Länge oder als Shorts. Trägst Du dazu eine luftige Tunika, ein lockeres T-Shirt oder ein sommerliches Top ist der Look perfekt. Dabei muss es nicht immer die klassische Blue-Jeans sein. Sommerlich sind helle Waschungen, gerne auch farbiges Coloured-Denim oder, wer es mag, eine weiße Jeans. Alles sommerliche Klassiker, auch in der Mode für Mollige.

Da ich persönlich nicht der Jeans-Typ bin, bevorzuge ich bei langen Hosen mehr die klassische Stoffhose oder eine Leggings. Ein Klassiker dabei ist die 7/8-Hose aus dünner Baumwolle mit Krempelfunktion. Solche Modelle sind perfekt für die Freizeit und mit T-Shirt und Sneaker ein ideales Alltags-Outfit.

3. Helle oder dunkle Farben?

Allgemein herrscht die Meinung: Ist es heiß, bevorzuge helle Farben. Deswegen sieht man sehr viel weiße Töne oder pastellige Farben wie hellblau oder rosa in Sommerkollektionen. Bei großen Größen oder Übergrößen Damen sind jedoch – ob Sommer wie Winter – dunkle Farben beliebt. Heißt das jetzt, dass ich mehr schwitze, weil ich mich in schwarzen Sachen wohler fühle? Nein, sicher nicht. Der Mythos, hell ist besser als dunkel ist nur bedingt so richtig. Dunkle Kleidung lässt tatsächlich weniger UV-Licht durch, was im Sommer bedeutet, dass wir sogar etwas vor Sonnenbrand geschützt werden, wenn wir zum Beispiel ein schwarzes anstelle eines weißen T-Shirts tragen. Unterm Strich bedeutet das: Freie Farbwahl.

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4. Oberarme kaschieren ohne zu Schwitzen

Wer kennt das Problem: Tops in der Freizeit okay, aber im Büro oder anderen Anlässen lieber doch nicht. Warum? Die in der Regel dickeren Oberarme, gerne auch Winkearme genannt, möchten viele von uns auch bei hohen Temperaturen im Sommer lieber kaschieren. Auch wenn wir das nicht müssten, kann ich es aber durchaus verstehen, dass sich Frauen mit Übergewicht damit wohler fühlen. Auch mir geht das, je nach Anlass, auch so. Deswegen besitze ich ein paar Kleidungsstücke, die zum Kaschieren der Arme wie gemacht sind, ohne dass wir das Gefühl haben, zu viel Textilien am Körper zu haben.
Hemdblusen (gerne Kurzarm) können offen über einem passenden Top getragen werden. In der Regel bestehen diese Blusen aus dünnen Stoffen, sodass sich als Kleidungsstück zum Kaschieren der Arme sehr gut geeignet sind. Dazu hat man diese Blusen häufig sowieso im Schrank, sodass eine schnelle und gute Lösung ist.
Kurze Boleros – egal ob aus Jersey, Feinstrick, Chiffon oder auch mal in Jeansjacken-Form, eignen sich hervorragend um einen kleinen Akzent zum Outfit dazu zu fügen und gleichzeitig die Arme zu kaschieren.

5. Aneinander reibende Oberschenkel vermeiden

Das ist ja kein richtiger Styling-Tipp, aber ein Problem das unter Garantie die Meisten Übergewichten sowie molligen Frauen kennen: Du ziehst ein Kleid oder einen Rock bei sehr warmen Temperaturen an und schon nach kurzer Zeit sorgen die aneinander reibenden Oberschenkel für sehr viel Unbehagen und Ärger. Was tun? Deswegen nur Hosen? Nein, das muss nicht sein. Hier zwei kleine Tricks, die reibende Oberschenke verhindern, ohne dass Du noch etwas drunter ziehen musst, wie zum Beispiel eine Radlerhose oder Bandelettes:
Kokosöl – Mein absoluter Favorit! Ich wette, bei vielen steht das Öl bestimmt in der Küche – also ein absoluter Geheimtipp, der noch nicht mal viel kostet und am Ende auch noch lecker riecht und die Haut mit pflegt. Ich trage das Öl, bevor ich aus dem Haus gehe, einfach zwischen den Schenkeln und in dem Bereich, wo es am häufigsten scheuert, mit den Fingern auf und massiere es ein. Das ist alles. Hält bei mir auf alle Fälle ein paar Stunden, bevor es wieder erneuert werden muss.
Deo-Roller – habe ich vor dem Kokos-Öl gemacht. Funktioniert auch: einfach den Deo-Roller wie das Öl auf die entsprechenden Stellen auftragen, fertig. Ich persönlich mag jedoch das Öl lieber, da meine doch recht empfindliche Haut auf manche Deo-Sorten nicht gut reagiert hat.

Welche Materialien sind am Besten geeignet?

Zu guter Letzt noch ein kleiner Exkurs zu den Stoffen und den unterschiedlichen Materialien. Wenn es darum geht, das Schwitzen so gut es geht zu vermeiden, dann sind manche Stoffe hilfreicher wie andere.

Typische Sommerstoffe und perfekt für heiße Temperaturen sind Naturmaterialien wie Baumwolle oder Leinen.

Die Baumwolle besitzt eine geringe Wärmeisolation, ist hautfreundlich, atmungsaktiv und nimmt Feuchtigkeit gut auf. Sie ist somit super für hohe Temperaturen im Sommer geeignet.

Leinen ist ebenfalls gut hautverträglich, feuchtigkeitsregulierend und zudem noch extrem reißfest, wodurch sie häufig bei Hosen, Röcken und auch Kleidern zum Einsatz kommt. Der Nachteil ist bekannt: Leinen knittert sehr stark, was viele Menschen nicht mögen.

Viskose ist eine meiner Lieblingsfasern, auch und gerade für den Sommer. Der Stoff liegt sehr angenehm auf der Haut, fällt super und ist sogar leicht kühlend. Im Vergleich zur Baumwolle leiert der Stoff nicht so stark beim Tragen aus, was gerade bei T-Shirts sehr angenehm ist.

Polyester und andere Kunststoffe sind im Hochsommer nicht ganz so ideal. Viele Menschen neigen dazu, unter den Stoffen stark zu schwitzen und häufig riecht es teilweise sogar unangenehm. Dünne Chiffon-Blusen aus reinem Polyester haben dazu noch das Problem, dass sie nicht anti-statisch sind und somit der Stoff ständig am Bauch klebt.

Verwendete Bilder: Banner & Stoffe-Grafik @rawpixel, Fotolia/AdobeStock, Styling-Grafik @T.Den_Team, Fotolia/AdobeStock, Oberes Bild Stoffe-Grafik @Pixabay, Restliche Bilder Privat.